Enduro World Series Millau – Weltcuppunkte für Silvan

EWS Millau – 30. Juni bis 01. Juli 2017

Mein drittes Rennen der Enduro World Series führte mich nach Südfrankreich. Genauer genommen nach Millau – einer kleinen Stadt mit etwa 20’000 Einwohnern, welche vor allem für ihre grosse Autobahnbrücke bekannt ist. Nebst dem Endurorennen fanden auf dem Startgelände noch viel andere Sportarten wie zum Beispiel Klettern, Kajak und Slackline im Rahmen der „Natural Games“ statt. Leider blieb mir neben meinen eigenen Rennvorbereitungen nur wenig Zeit dafür.

Kurz vor dem Rennen bekam ich meinen neuen Trek Slash 29 Rahmen und freute mich deshalb zusätzlich riesig auf das Rennen. Ein grosses Danke an meinen Team Mechaniker Renato, welcher mein Bike zur früher Morgenstunde vor dem Race noch ready gemacht hat.

Mit Magendarmproblemen musste ich nach Millau reisen und war mir anfänglich nicht sicher, ob ich das Rennen würde fahren können. Doch bis zum Renntag fühlte ich mich aber genug fit, um starten zu können. Wie auch schon bei den diesjährigen vergangenen Weltcups, regnete es auch in Millau bereits im Training und auch während den zwei folgenden Renntagen verbesserte sich das Wetter nicht.

Insgesamt standen neun Wertungsprüfungen an, verteilt auf zwei Tage. In dieser Zeit mussten wir eine Strecke von 90 Kilometer mit etwa 3000 Meter Anstieg zurücklegen. Durch die nassen Bedingungen wurden die steinigen, wurzligen Stages zu keiner leichten Aufgabe. Vor allem die immer wechselnden Wetterbedingungen, wurden für viele Fahrer und Fahrerinnen zu einer mentalen Herausforderung. Ich versuchte die schlechten Wetterbedingungen zu ignorieren und ein gutes, konstantes Rennen zu absolvieren.

Am ersten Tag gelang mir über die fünf Stages eine solide Leistung, obwohl auf einer oder zwei Stages noch ein etwas aggressiverer Fahrstil von Vorteil gewesen wäre. Aber über den ganzen Tag verteilt, war ich mit meiner Leistung zufrieden. Schlussendlich beendete ich den Tag mit dem 93igsten Zwischenang. Somit sah es für meine ersten Weltcuppunkte gut aus.

Wer aber den Enduro-Rennsport kennt, weiss, dass sich während einem Renntag noch so Vieles ändern kann. Am Samstag, dem finalen Renntag, starteten wir bei kühlen 13 Grad und Regen in unsere ersten Stages. Diese dauerten meistens ungefähr zwischen sechs und sieben Minuten, in denen es längere Tretpassagen, aber auch extrem technische Steinfelder gab. Es gelang mir den Tag mit nur einem ungefährlichen Sturz zu absolvieren. Auf Stage 6, erreichte ich mein bestes Resultat mit dem 79igsten Rang. Am Ende reichte es für den 86ten Schlussrang, welcher mir meine ersten Weltcuppunkte einbrachte! J Dies ist mein bisher bestes EWS Resultat und ich bin super zufrieden damit. Es war für mich zwar eines meiner härtesten, aber auch – und vielleicht gerade deshalb – eines der besten Rennen.

Ohne meine „Super-Crew“ wäre dies nicht möglich gewesen. Deshalb ein Danke an Anna, Kusi und Luca für den Racesupport. Und auch ein Merci an Fabio, Daniela und Niklaus, welche mit mir das Rennen bestritten haben.

Resultate

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