EWS Whistler – Rang 57

Nach den Rennen in Europa standen nun die nächsten zwei Weltcuprennen in Nordamerika auf dem Programm. Das erst Rennen fand im Bikemekka Whistler im wunderschönen British-Columbia in Kanada statt. Für mich war es das erste mal, dass ich ein Rennen in Nordamerika bestreiten durfte. Deshalb freute ich mich noch etwas mehr als sonst.

Durch eine Fluganulation musste ich meinen Flugplan ändern und via Frankfurt fliegen. Mit einem kleinen Sprint meisterte ich auch die etwas knappe Umsteigzeit. Leider waren meine Koffer nicht gleich schnell und es kam wie es kommen musste. Vergebens wartete ich am Gepäckband auf meine Sachen. Also machte ich mich ohne Bike auf nach Whistler. Die Lady am Flughafen versicherte mir, dass mir meine Koffer am nächsten Tag zugestellt werden. Den ganzen Tag wartete ich aber vergebens mein Bike. Um fünf Uhr morgens vor dem ersten Training schafften es meine Sachen dann doch noch Whistler. Somit war alles ready für die sechste Runde der Enduro World Series. 

Whistler ist eines der bekanntesten Bikegebiete der Welt. Am Whistler Mountain bietet sich ein unglaublich grosses Trail und Bikepark Netzwerk. Da schlägt jedes Bikerherz etwas höher. 

Bei stralendblauem Wetter durften wir die ersten zwei Tage die Stages jeweils einmal abfahren. Daneben blieb auch noch etwas Zeit die besten Trails im Park auszuchecken. Nebst der bekannten A-Line, Dirt Nerchant oder D1 sind wir auch viele andere super Strecken gefahren. 

Erster Renntag

Am Samstag stand nur eine aber dafür die längste Stage im gesammten Weltcup auf dem Programm. In Zahlen hies dies auf 11 km Länge mussten wir 1500 Tiefenmeter bewältigen was einer Stagezeit von etwa 23 Minuten entsprach. Das Wetter war etwas bewölkt, die Strecke war aber noch mehr oder weniger trocken. Ich leistete mir keine groben Schnitzer doch startete ich etwas zu zurückhaltend und gegen Schluss verliess mich die Kraft in den Armen. Schlussendlich resultierte der 81. Zwischenrang. Damit war ich nicht ganz zufrieden. 

Zweiter Renntag

In der Nacht auf Sonntag Regnete es ununterbrochen. Und auch am Morgen danach änderte sich das Bild nicht. Wir mussten uns somit auf komplett andere Streckenverhältnisse einstelle. Mein Ziel war es mich im Vergleich zum Tag eins trotzdem noch weiter zu steigern. Breits nach der Stage 2 wussten wir was Sache war. Die Trails waren alle extrem nass und oft mit rutschigen Wurzeln und Rockslaps durchzogen. Auf den verbleibenden fünf Stages wurde uns so einiges abverlangt. Es war oft eine mentale Angelegenheit seine Motivation für die Stages immer wieder hoch zu halten. Ich schaute von Stage zu Stage und lies mich von Fehlern nicht verunsichern. Schlussendlich konnte ich mich nochmals steigern und auf zwei Stages sogar in die Top 50 fahren. Dies gelang mir bislang noch nie. Am Ende beendete ich das Rennen auf dem 57. Schlussrang und erreichte damit mein bestes Weltcup Resultat dennje. 

Nun geht es weiter nach Northstar in Californien zum 7. Lauf der EWS

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