EWS Madeira

Zum zweiten Mal machte die Enduro World Series in Madeira einen Zwischenhalt. Madeira ist bekannt für seine wunderschöne Flora und Fauna, atemberaubende und abwechslungsreiche Landschaft und gilt auch deshalb als eine beliebte Wanderdestination. Die ganze Insel ist extrem hüglig und es geht eigentlich immer nur hoch oder runter =). Es liegt somit auf der Hand, dass sich hier auch einiges für uns Biker bietet. Im Gebiet zwischen Funchal und dem Pico Aerio, dem höchsten Punkt der Insel, bietet sich ein riesiges Netzwerk an Biketrails.

Für mich war es bereits der dritte Besuch auf der traumhaften portugiesischen Insel und ich freute mich riesig auf meinen ersten Weltcup der Saison. Meine Erwartungen an mich selbst waren natürlich wie immer hoch. Dennoch habe ich mir vorgenommen, das Rennen als Standortbestimmung zu nutzen und nicht irgendwelche Resultate als Ziel zu nehmen.

Ausgangspunkt für die zwei Renntage war Machico im Osten der Insel. Die Strecken waren wie immer sehr abwechslungsreich und dieses Mal durch die trockenen Verhältnisse mit einer teils tiefen Staubschicht überzogen. Folglich waren die Trails sehr rutschig und damit keine einfache Aufgabe für uns Fahrer. Aber wir befinden uns hier ja auch am Weltcup nicht? ;). Nach den zwei Trainingstagen fühlte ich mich bereit fürs Rennen.

Raceday 1

Nach einem etwas verhaltenen, aber guten Lauf auf der Stage 1 war ich im Rennen angekommen. Durch die vielen technischen und felsigen Abschnitte auf der Stage 2 war die Linienwahl extrem wichtig. Ich hatte meine Linien im Kopf und wusste, dass man hier besser etwas unter dem Limit fährt. Kurz nach dem Start bin ich unglücklicherweise aus dem Klick gefallen und beim wieder einklicken habe ich mit dem anderen Pedal ein Stein touchiert was einen gröberen Sturz über den Lenker nach sich zog. Dabei habe ich mir meinen Helm zerstört und sehr viel Zeit eingebüsst. Ich konnte aber zum Glück weiterfahren und auf dem Rest der Stage hat alles gepasst. Im Ziel war ich mir aber nicht sicher, ob ich das Rennen beenden kann. Den letzten Anstieg zur Stage 3 habe ich aber gemeistert und konnte den Umständen entsprechend einen soliden Lauf zeigen. Am Schluss des Tages lag ich auf dem 87. zwischen Rang. Nach dem Rennen legte ich mich umgehend hin um meinem etwas durchgeschüttelten Kopf möglichst viel Ruhe zu gönnen.

Raceday 2

Nach etwa zehn Stunden Schlaf fühlte ich mich etwas besser und ich nahm den zweiten Tag in Angriff. Auf der ersten Stage, der «Gambleline» fuhr ich aber sichtlich noch etwas neben der Spur. Trotzdem kam ich aber einigermassen flüssig durch. Im Verlauf des Renntages fühlte ich mich immer besser und es machte wieder richtig spass die tollen Trails zu shredden. Durch einen kleine Fahrfehler bin ich zwar auf der Stage 6 noch gestürzt, aber ansonsten war ich nun definitiv zurück im Rennen. Die Queenstage «Boca do riscu» lief mir super und auch auf der letzten Stage konnte ich nochmals eine top Leistung abrufen.

Am Ende konnte ich mich doch noch auf den 80. Rang verbessern. Mental war es nicht einfach am zweiten Tag zurück ins Rennen zu finden. Somit bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Es steht für mich aber noch etwas Arbeit an =).

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