Noch im Spitalbett diesen Sommer beschloss ich, in Finale werde ich auf jeden Fall zurück sein. Deshalb war ich bereits vor dem Start über glücklich beim letzten Rennen der Enduro World Series mit dabei sein zu können.

Meine Crew und ich (Grassi and the Gang) reisten schon am Mittwoch nach Finale. Somit blieb für einmal genügend Zeit mich an das Terrain in Finale zu gewöhnen. Auf den Trackwalk verzichtete ich jedoch und zog das Fahren mit meinen Freunden vor.

Dieses Jahr findet das Rennen nicht an zwei sondern nur an einem Tag statt. Das Training war bereits am Freitag und das Rennen fand am Sonntag statt. Das Training lief super und ich fühlte mich auf den Stages wohl. Jedoch war ich nach diesem Tag ziemlich müde und geschaffen. Somit kam mir der Tag Pause sehr entgegen.

Wir nutzten den Samstag für eine gemütliche Ausfahrt mit einem Oneway Shuttle auf die Natobase.

Um 9 Uhr Sonntag in der Früh ging es los. 52 Kilometer und 1800 Höhenmeter standen auf dem Tagesprogramm. Breits im Transfer bin ich mit meinem Lenker gegen einen Baum gefahren und habe mir den bereits lädierten Finger aufgerissen…haha…ich war wohl etwas nervös. Eigentlich freute ich mich auf die erste Stage. Aber irgendwie kam ich durch die verwinkelten Kurven und zwischen vielen Bäume nicht so in Fahrt. Wegen eines dummen Fehlers stürzte ich auch noch und zerstörte mir dabei meinen Schuh. Mit gerissenem BOA konnte ich die Stage mit ach und krach zu ende fahren. Im Ziel der Stage reparierte ich mit Christoph Höss (GER) meinen Schuh. Dabei konnte ich mich wieder etwas sammeln. Ich war nun definitiv Top motiviert es bei den nächsten drei anstehenden Wertungsprüfungen besser zu machen.

 

Die Stage zwei startet wie schon an der EWS 2016 auf dem Rocche Gianche. Beim Start fühlt man sich wie bei der Rampage (obwohl ich noch nie dort war 😀 ). Unglaublich wie exponiert die Felsen auf den ersten paar Metern sind. Ich kam ohne grosse Patzer durch und war definitiv zurück im Rennen. Nach einem langen Transfer erreichten wir die Stage drei Veta del Mao. Die EWS war bis anhin noch nie in dieser Gegend. Die Stage führte über viele teils extrem lose kurven und einige Highspeedabschnitte nach Spotorno runter. Mit dem 67 Rang auf dieser Strecke erreichte ich mein bestes Teilergebnis des Tages.

Ich fühlte mich immer noch sehr gut und kein wenig müde. Somit war ich für das Highlight des Jahres bereit. Stage vier – Downhill Men! Ich freute mich riesig auf die schreiende Menschenmenge am DH Men. Für uns Fahrer ist dies jedes Mal ein unglaubliches Gefühl dort runter zu brettern. Das technische Schlussstück durch die Menschenmasse meisterte ich besser wie im Training und im Ziel war ich super zufrieden mit meinem Tag. Schlussendlich erreichte ich den 83. Rang und konnte damit im letzten Rennen doch einige Weltcuppunkt sammeln.

 

GPX File Enduro Wolrd Series Finale 2018

 

Bike Setup für EWS Finale:

Bike: Trek Slash 9.9

Gabel: Fox 36 Float 160mm (Rebound 7 clicks out, HSC 19, LSC 25, Air 65 Psi)

Dämpfer: Fox Factory Float X2 (HSR: 17 clicks out, LSR 20, HSC 10, LSC 19, Air 160 Psi)

Start von Uhrzeigersinn ganz offen in Richtung Gegenuhrzeigersinn

Rad Vorne: DT EX 511 Alu, DT 240 Nabe, Maxxis Shorty 2.5 MaxxGrip DH Casing, Air 18 Psi

Rad Hinten: DT EX 511 Alu, DT 240 Nabe, Maxxis Minion 2.5 MaxxGrip DH Casing, Air 18 Psi mit Cushcore