Rennbericht von Anna

Letztes Wochenende hiess es wieder ab auf die Rennstrecke.  Das Rennen fand in Zinal im Wallis statt und für mich war es das erste Rennen der Helveti’Cup Serie in diesem Jahr.  Die Gegend dort ist wunderschön und wird von vielen hohen Bergen umringt. Insgesamt galt es 1’800 Höhenmeter hochzupedalieren und dabei wieder 3’200 Meter zu vernichten.

 

Am Samstagmorgen kroch ich dann erstmals aus dem gemütlichen Busbett, um mich für das Rennen vorzubereiten. Ich bin wohl noch nie nur 40 Meter gelaufen, um mir meine Startplatznummer abzuholen – an das könnte man sich echt gewöhnen! 😀 Das Wetter war bombastisch und alle waren gut gelaunt. Fixe Startzeiten gab es auch keine, dafür mussten wir an der Bahn anstehen, um auf die Sorebois Alp zu gelangen. Von da gab es eine abwärts Traverse zum Startpunkt der Stage 1. Teils war der Boden sehr trocken und rutschig, wobei mir an einer Stelle das Vorderrad wegrutsche und ich über den Lenker ging – die Landung war jedoch durch den vielen Staub abgefedert. 😉 Ihm Ziel angekommen, ging es sogleich wieder zur Luftseilbahn und den Berg zur selben Alp hoch.

 

Diesmal gab es eine schöne Traverse entlang einem Hügelgrat bis zum Start der Stage 2.  Diese war kurzgesagt wunderschön – aber eeeeeendlos lange mit steilen Abschnitten dazwischen. Im Ziel brannten mir die Finger, das Lachen in meinem Gesicht war jedoch nicht wegzudenken. Die – sich durch Graslandschaften und Wäldchen schlängelnden – Trails waren einfach bombastisch!

Mit den Traversen zu den Stages 3 und 4 galt es dann die Rampen wieder hochzupedalieren, was anstrengend aber gut machbar war. In der 3. Stage legte es mich dann nochmals hin, was bis auf den Zeitverlust nicht weiter schlimm war. Mehr Sorgen machten mir die Gewitterwolken, die sich mehr und mehr über unseren Köpfen zusammenbrauten und sich dann während der Wartezeit in der Gondel von Grimentz als heftiger Regenguss entleerte. Nach der nun etwas sumpfigeren Stage 4 ging es dann zum letzten Anstieg von nochmals 500 Höhenmetern. „Peanuts“ – dachte ich, aber diese hatten es nochmals in sich. Teilweise mit dem Bike huckepack gings über ein Schneefeld den Grashügel hoch… und ich hatte eine gefühlte Ewigkeit bis ich oben war.  😎

 

Die letzte Stage verlief mir gut – ohne Stürze und brennende Hände – so wies es eigentlich sein müsste. 😉 Das Rennen kann ich Jedem wärmstens empfehlen. Es bringt eine gute Abwechslung, ein tolles Panorama, fetzige Trails und gute Laune mit sich. Hoffentlich bis im nächsten Jahr liebes Rock the Besso!  😀

Es war schon lange ein Traum von mir einmal an einem Trans-Rennen starten zu können. Ich kannte Madeira bereits von der Enduro World Series und war schon damals begeistert von der Insel und seinen vielseitigen Trails. Trans Madeira das hiess 5 Tage, 222 km verteilt auf 28 Stages.

Relativ spontan und schnell hat sich dann eine coole Truppe zusammen gefunden, welche mit mir mit ans Trans Madeira kommen wollte – bei den Locals auch bekannt als «Grassi and the Gang»: Burgi (The Liteville Rider), Römu (26er Legende) – zusammen das Team Trail Snails – Marci (der Mann für die Fotos – David Guetta halt) und Ich (The Framecracker).

 

Tag 0

Bereits früh morgens wurden wir von unserem Hotel zum Camp gefahren welches in Machico im östlichen Teil der Insel lag. Nach dem wir uns in der Zeltstadt direkt am Meer eingerichtet hatten und unsere Bikes zusammen geschraubt waren, blieb uns noch viel Zeit zum Relaxen und den freie Tag an der Sonne zu geniessen.

Durch den Tag trafen immer weitere Fahrer ein. Der Platz war schnell mit Bikes, Koffern und vielen Ridern überfüllt. Gegen Abend waren dann alle Bikes zusammengeschraubt und in Reih und Glied aufgestellt. Nur Barellis Rad fehlte ;)…leider ging dies irgendwo zwischen Madeira und Kanada verloren. Zum Glück war schnell ein Ersatzrad gefunden.

 

Tag 1

An diesem Tag fuhren wir die Trails auf der Ostseite der Insel oberhalb von Funchal in Richtung Machico. Die Strecken waren Teils auf Stages von der EWS 2017.

Die erste Stage führte über offenes Gelände mit bester Aussicht Richtung Funchal. Eine sehr anstrengende Stage für mich. Von den ersten Metern an pushte ich gleich vollgas. Die Stage endete in einem Waldbrandgebiet mit vielen staubigen Steilwandkurven. Ich war zwar ab und zu etwas am Limit aber alles in allem eine super Stage. Landschaftlich am meisten konnte die Stage 4 überzeugen. Die Trails führten entlang der bekannten Klippen Boca do Risco. Aber nicht nur die Aussicht, sondern auch die Trails waren der Hammer. Abgesehen von einem kleinen Sturz in der letzten Kurve der Stage 5 war es ein super Tag von mir. Mit nur 15 Sekunden hinter Steve Peat beendete ich den Tag auf dem fünften Rang.

Tag 2

Der zweite Tag startete am selben Ort wie der erste. Dieses Mal führten die Stages aber alle Richtung Funchal. Oben schien die Sonne und weiter unten erwartete uns dichter Nebel.

Sichtlich nervös nach meinem super Resultat lief mir die Stage eins nicht so gut. Die erste Stage war ziemlich steil, wurzlig und rutschig. Die zwei Crashs haben mich aber wachgerüttelt und nach dem Anstieg zu Stage zwei war ich bereit für meine lieblings Stage des Tages – «Mushrooms» diese war auch Teil der EWS. Super flowig und schnell mit einigen Switchbacks. Auf den letzten beiden Stages hatten wir leider nicht die beste Sicht. Wegen dem Nebel konnten wir teils keine zehn Meter weit gesehen. Die Stage endete gleich oberhalb von Funchal. Dieses Mal lag unsere Zeltstadt mitten in der Hauptstadt.

Tag 3

Am dritten Tag wurden wir auf den höchsten Berg von Madeira, den Pico da Arieira, geshuttelt. Das spezielle an Madeira ist seine landschaftliche Vielseitigkeit. Dies zeigte sich heute wieder einmal eindrücklich. Gestartet wurde auf 1800 m ü. M. und die ersten beiden Stages führten durch offenes alpines Gelände mit highspeed Abschnitten und staubigen Kurven. Der Schluss der Stage zwei führte uns durch Eukalyptuswälder mit einem super spassigen Trail durch viele Anlieger. Nach einem kurzen Anstieg fuhren wir einen alten, extrem steilen Pflastersteinpfad runter in das abgelegene Nuns Tal.

Von dort mussten wir unser Bike 1000 Höhenmeter einen steilen Wanderweg hochtragen. Der etwa 30 km lange Transfer führte uns quer durch einer der schönsten, aber auch abgelegensten Regionen Madeiras. Zum Schluss folgten wir Kilometer lang den Levadas, dies sind alten Wasserkanälen welche das Wasser von der einen Inselhälfte in die etwas trockeneren Regionen transportieren. Dreimal mussten wir sogar mit Stirnlampen bestückt über einen Kilometer lange Wassertunnels durchqueren biss wir zu den letzten Stages kamen. Die ganze Anstrengung hatte sich aber gelohnt. Stage drei war meine Lieblingsstage. Der Trails führte durch ein regenwaldartiges Gebiet und der weiche aber griffige Waldboden war super cool zum Fahren. Die letzte Stage war ein technischer und steiler Downhilltrack.

Zur Belohnung für den längsten und härtesten Tag der Woche verteilte der Marshall im Ziel an alle ein Coral (Bier von Madeira). Was für ein Tag…

Tag 4

Der vierte Tag startet im nordöstlichen Teil der Insel. Noch vor dem Start riss ich mir meine Pedale aus der Kurbel aus. Dank der Hilfe von Jerome Clementz konnte ich die Kurbel aber reparieren. Die Stages waren eher flach und extrem rutschig. Ich hatte so meine Mühe und habe etwas an Zeit eingebüsst. Dafür erhielten wir am Mittag einen zweiten Shuttle. Am Nachmittag lagen die Stages auf der westlichen Seite der Insel. Die Bedingungen und Trails waren total anders als am Morgen. Super schnelle Tracks mit Anliegern und vielen Jumps. Das war doch schon mehr mein Ding. Die letzte Stage endete am westlichsten Punkt der Insel beim Leuchtturm «Ponta do Parago»

 

Tag 5

Der letzte Tag der Woche und nochmals fünf nicht einfache Stages zu absolvieren. Ich fühlte mich aber trotz den vier harten Renntagen noch super. Mein Ziel war es den achten Gesammtrang zu verteidigen. Dies hiess für mich weiter vollgas zu geben. Die ersten drei Stages waren wieder im Nebel, rutschig und mit vielen steinigen Abschnitten durchzogen. Zum Schluss absolvierten wir noch die bekannte Blackline und Redline. Die Blackline war mit viele rutschige Steine und Wurzel wiederum eine rechte Herausforderung um nicht zu crashen. Die Redline zum Schluss war nochmals eine hammer Stage. Vor allem die letzten Kurven und der jubelnde Empfang der vor mir gestarteten Fahrern war unbeschreiblich. Das perfekte Ende nach fünf Tagen Racing.

 

 

Das Rennen wurde von Lokalmatator Emanuel Pobo vor Jerome Clementz und Josh Bryceland gewonnen. Bei den Frauen holte sich Ines Thoma den Sieg. Ich konnte das Rennen auf dem guten achten Rang beenden. Die Woche war für mich ein unglaubliches Erlebnis. Ich habe viele tolle Menschen getroffen und wir hatten extrem viel Spass auf den super Trails in Madeira. Danke an die Organisatoren von Freeride Madeira welche diesen super Event ermöglichten. Dies war bestimmt nicht mein letztes Transrennen=).

Rennbericht von Anna

Für das zweite Rennen der Cannondale Enduro Tour ging es am Samstagabend nach Sainte Marie aux Mines in Frankreich. Dank unserem Team-Bus konnte ich die Nacht bequem durchschlafen und mich am Sonntagmorgen motiviert auf das Rennen vorbereiten. Die Wolken hingen gefährlich am Himmel, es blieb aber den ganzen Tag trocken.

Insgesamt  galt es 1500 Höhenmeter zu absolvieren und diese dann während den 5 Stages möglichst schnell zu vernichten.  Die letzte Strecke war mit ihren 3.3 km die längste. Während des Rennens hatte ich das Gefühl, mich während denn Stages zeittechnisch allmählich steigern zu können. Zum Teil waren die Strecken noch etwas nass, machten aber trotzdem unglaublich gute Laune.

Mein zweites Rennen dieser Saison konnte ich ohne Stürze und mit einem Lächeln auf dem Gesicht beenden. Vielen lieben Dank an unsere Sponsoren und auch ein besonderes Dankeschön an Dominik, Hannes und Roger. Sie standen mir reifentechnisch am Vortag tatkräftig zur Hilfe und  erhöhten den Rennfahrspass um 1000%!!!  😀

Am zweitletzten Aprilwochenende fand das „Cannondale Enduro Tour“ Rennen in Raon–l’Étape in Frankreich statt – unser erstes offizielles Endurorennen der diesjährigen Saison 2018.

Insgesamt galt es 1’300 Höhenmeter und fünf Stages zu meistern. Das Wetter spielte mit und wir konnten voller Vorfreude am Sonntagmorgen ins Rennen starten. Meine Laune und das Grinsen in meinem Gesicht wuchs mit jedem gemeisterten Trail – endlich wieder Rennen fahren und dann noch auf so guten Strecken!!! Für Verwirrung sorgten bei mir die Stages drei und vier, da die Strecken sehr eng beieinander lagen und mir mein Erinnerungsvermögen vom vorherigen Kurs immer wieder dazwischen funkte!  😉 Es gab keine Stürze und so erreichten wir schliesslich auch unversehrt die letzte fünfte Stage, welche nochmals forderte.

Wir sind der Meinung, dass es sich auf jeden Fall lohnt die Region auch sonst mal zum Biken zu besuchen. Die Trails am „Forêt de la Côte de Répy“ waren in der Regel weniger verblockt als bei uns im Jura, sind flowig und bieten trotzdem eine gute Abwechslung, denn je nach Hangseite unterschieden sich die Strecken sehr.

Zusammenfassend sind wir sehr zufrieden und können nun unser jetziges Fahrvermögen im Enduro-Circus besser einordnen. Die nächsten Rennen stehen schon bald vor der Tür und wir erwarten sie voller Ehrgeiz und Motivation – denn schneller, ausdauernder und  besser geht es immer!  😀

Bericht von Anna

 

 

Hört man Zermatt, so denkt man in erster Linie an Touristen, Skifahren und natürlich das Matterhorn. Es dauerte immerhin 30 Jahre, bis wir als Schweizer uns von der überwältigenden Kulisse rund um „ds’Horu“ in den Bann ziehen lassen durften. Unserer Leidenschaft für das Mountainbike sei Dank! Das prächtige Wetter und die herbstliche Vegetation trugen zu einem unvergesslichen Tag auf den Trails in Zermatt bei. Die Gornergratbahn führte Mensch und Bike bequem ab Dorfkern auf den Gornergrat. Mit einer Höhe von 3’089 m ü.M. der perfekte Ausgangspunkt für zahlreiche erstklassige Singletrail-Abfahrten zurück nach Zermatt.

Gerne stellen wir zwei Touren vor, welche sich gut an einem Tag kombinieren lassen:

 

Tour Riffelsee – Moostrail

Länge 12.6 km – 1600 m Trail down 140 m up GPX-Track

Der erste Teil des Trails führt durch sehr alpines Gelände. Der Weg ist grösstenteils bis auf zwei drei technische Stellen gut fahrbar. Für fortgeschrittene Fahrer stellen diese aber kein Problem dar. Beim Riffelsee lohnt sich ein kurzer Zwischenstopp. Man geniesst von hier einen atemberaubenden Blick auf das Matterhorn, Spiegeleffekt im Riffelsee inklusive. Danach wird der Trail flowiger und führt via Riffelberg bis zur Riffelalp hinab. Über eine steile und technische Sektion erreicht man schliesslich Schweigimatten, von wo man den Moostrail unter die Räder nehmen kann. Der Moostrail ist eine angelegte Bikestrecke vom Typ Flow-Trail mit Anliegern und kleinen Sprüngen. Der Trail ist praktisch für jedermann/frau fahrbar und bereitet bei entsprechender Geschwindigkeit extrem Spass.

Wer nach dieser langen Abfahrt einen kleinen Hunger verspürt und den kurzen, aber heftigen Anstieg nicht scheut, sollte im Restaurant Blatten einkehren. Das Restaurant befindet sich in mitten einer schön gelegenen und ruhigen kleinen Alp. Das Essen schmeckt vorzüglich und die Bedienung ist äusserst freundlich. Natürlich führt ab Blatten ein Singletrail zurück nach Zermatt. Aber Achtung: Ein Abschnitt auf der rechten Talseite hat es ziemlich in sich. Je nach Bike, Witterung oder Tagesform, empfiehlt es sich abzusteigen und das Bike für ein kurzes Stück zu schieben. Es wäre schade, wenn der Tag schon nach der ersten Abfahrt unfreiwillig endet.

 

Tour Grünsee – Europaweg – Täsch

Länge 19 km – 2100 down, 448 up GPX-Track

Die perfekte Tour um den Tag ausklingen zu lassen. Im oberen Teil kommen vor allem die Fans von alpinem Gelände auf ihre Kosten. Bis zum Grüensee runter gibt es einige Spitzkehren zu bezwingen. Entlang der eindrücklichen Seitenmoräne des Findelgletschers erreicht man nach einem Anstieg von rund 250 hm die Bergstation Blauherd. Ab da führt ein flowiger Trail bis zum Europaweg. Nach einem kurzen Gegenanstieg folgt man dem Europaweg talauswärts. Der Trail ist mehrheitlich einfach zu fahren, doch sollte man bei einzelnen Stellen den gesunden Menschenverstand walten lassen. Die Abfahrt hinunter nach Täsch wird nochmals etwas steiler und technischer. In den Täsch gelangt man per Zug entweder wieder zurück nach Zermatt oder aber zurück ins Alltagsleben des Mittellandes.

Fazit: Warum nur liessen wir uns so lange Zeit, für einen Abstecher nach Zermatt? Das Matterhorn bietet nicht nur etwas für die Klischee-Touristen, sondern lässt das Biker-Herz definitiv höher schlagen. In Zermatt lassen sich problemlos mehrere Tage auf dem Sattel verbringen, ohne einen Trail zweimal zu befahren. Keine Frage, wir kommen wieder!

Die letzten Rennen der Saison waren meist eine nasse Angelegenheit. Umso grösser war meine Vorfreude auf das Schlussrennen der Saison. Der Wetterbericht versprach für einmal gutes Wetter. Wie sollte es auch anders sein in Italien ;).

Es ist schon fast Tradition, dass das achte und letzte Rennen der Enduro World Series in Finale Ligure stattfindet. Das Meer, das köstliche italienische Essen in Kombination mit den hammer Trails und den italienischen Fans machen dieses Rennen für uns Fahrer zu einem ganz speziellen Event.

 

In diesem Jahr standen mehrere neue und einige alte Stages auf dem Programm.

Tag eins startete vom Monte Carmo auf 1400 m.ü.M. Wir mussten an diesem Tag 3 Stages, 1800m Anstieg und 55 km bewältigen. Ganz schön viel für einen Tag. Die erste Stage reichte vom höchsten Punkt des Berges über 8.5 Kilometer bis ins Tal. Ein so lange Stage habe ich bis anhin noch nie gefahren.

Am zweiten Tag waren die vier Wertungsprüfungen rund um Finale angelegt. Das Highlight war wie jedes Jahr die letzte Stage – Downhill Men auch bekannt als italienisches Volksfest Nummer eins :). Darauf freute ich mich ganz besonders.

Leider fühlte ich mich bereits im Training am Donnerst total entkräftet und ich hatte grosse Mühe die Transfers zwischen den Stages zu bewältigen. Mit diesen Voraussetzungen wusste ich, dass ich am Samstag auf der Stage eins meine Kräfte gut einteilen musste. Dies gelang mir zwar gut, jedoch büsste ich dabei auch einiges an Zeit ein.

Obwohl ich am Sonntag bereits zwei Trainingstage und ein Renntag in den Beinen hatte, fühlte ich mich um einiges fitter als in den Tagen zuvor. Deshalb war ich für den letzten Renntag nochmals top motiviert und ich versuchte mein Bestes zu geben. Ich startete gut in die erste Stage des Tages, leider erwischte ich irgendwo auf der Strecke einen Stein welcher meine Felge beschädigte. Wie durch ein Wunder blieb aber die Luft im Reifen. Um das Rennen aber zu beenden, musste ich in den verbleibenden drei Stages bei groben und steinigen Streckenabschnitten extrem sauber fahren. Dies Kostete mich natürlich etwas Zeit.

Deshalb war ich bereits vor dem Start zur letzten Stage, dem Downhill Men, überglücklich es mit meiner gebrochenen Felge bis hier hin geschafft zu haben. Ich glaube alle die in Finale an den Start gehen, freuen sich ganz speziell auf diese letzte Stage. Für alle die diese Stage nicht kennen hier ein paar Fotos. Diese sagen mehr als 1000 Worte.

 

 

Die EWS Finale war auch dieses Jahr eines der besten Rennen. Aber ohne die Unterstützung meiner super Crew wäre dies nicht halb so gut gewesen. Sei dies beim Müesli zubereiten, Nachtessen kochen, Bike putzen oder fanen. Danke auch, dass ihr vor meinem Start alle Leute von der Strecke verscheucht habt ;). Auf diesem Weg möchte ich Nicole, Lorena und Flavio für den Support vor Ort danken und auch Renato welcher mein Bike die ganze Saison immer in einem top Zustand gehalten hatte.

 

Und jetzt geht es in die Trainingspause…aber nicht so lange;).

Rennbericht von Anna

Für das letzte Rennen der Cannondale Enduro Tour fuhr unser Team bereits am Samstagmorgen los – und zwar um im Bikepark Lac Blanc noch eine Runde shredden zu können. 😉

Am Abend erreichten wir dann den Grossen Belchen (FR), von welchem wir am Sonntagmorgen aus das Rennen starteten. Die Temperaturen vom Samstag auf den Sonntag waren bereits sehr kühl, die Nacht verbrachte ich so mit zwei Schlafsäcken, einer Kappe, einem Schal und einer Bettdecke. 😉

Der folgende Morgen war bedeckt und sehr kühl, sodass wir uns vor dem Beginn der ersten Stage zuerst auf der Strasse warmfahren mussten. 950 Höhen- und 1900 Tiefenmeter mussten über 5 Stages absolviert werden. Leider verfing sich Silvan auf der ersten Strecke mit dem Lenker in einer engen Passage und crashte in einen Baum. Die Situation wurde gut überlebt ;-). Die Trails waren teils sehr rutschig, worauf auch mir zweimal kurz das Hinterrad wegrutschte. Als letzte 6ste Strecke gab es dann noch einen kleinen Parcour der im Duel gefahren wurde, aber nicht gewertet wurde.

Höhenprofil des Rennens

Höhenprofil des Rennens

Insgesamt glänzte das Guebwiller-Rennen mit schnellen, flowigen Waldtrails, die einfach riesen Fahrspass machten!!!! Silvan beendete das Rennen mit Rang 11 – in der Gesamtserienwertung mit Rang 8 und ich mit dem Rang 14. Nächstes Jahr gerne wieder! ;D

 

Hier noch ein Viedo über das Rennen der Cannondale Enduro Tour – Guebwiller:

Mit den Rennen in Mervelier und Neuenburg bin doch noch in den Schweizer Enduro Cup (Helveti Cup) eingestiegen. In der Gesamtwertung konnte ich so keine Ambitionen mehr anbringen.

Beide Rennen waren von der Charakteristik sehr ähnlich. Erstens regnete es bei beiden wie aus Kübeln, zweitens waren die Strecken sehr steil und drittens voller technisch anspruchsvollen stellen mit dem geliebten Jurastein:). Für alle nicht Einheimischen, bei nassen Verhältnissen sind diese Passagen extrem rutschig und schwer zu fahren. Ein riesen Spass, nicht? 😉

 

Es lief mir bei beiden Rennen mehr oder weniger gut. In Mervelier vergab ich zwar die letzte Stage und wurde deshalb elfter. Da die Stages aber so extrem schwer zu fahren waren bin ich mit meiner Leistung trotzdem zufrieden. Man glaubt es kaum aber über das ganze Rennen habe ich mich trotz den anspruchsvollen und steilen Stages nur einmal hingelegt.

Hier das Video von Mervelier

 

Das zweite Rennen fand am Neuenburger Hausberg dem Chaumont statt. Wir mussten 6 Stage absolvieren. Auch hier regnete es den ganzen Tag und es war ziemlich kalt. Perfektes Endurowetter :).

Mal abgesehen von einem katastrophalen Start auf der Stage eins kam ich mit den schwierigen Verhältnissen ziemlich gut klar. Bis zur letzten Stage lag ich auf Rang fünf. Stage sechs wurde dann im Jagdstart durchgeführt. Der Fahrer vor mir hatte nur 0.5 Sekunden Vorsprung und hinter mir folgte der nächste mit nur 1 Sekunde Abstand.

Als ich den vor mir fahrenden überholen wollte, kam es wie es kommen musste. Wir berührten uns und gingen beide über den Lenker direkt in die Büsche ;). Der lachende dritte war dann der hintere Fahrer. Im Flachstück unten konnte ich aber wieder an ihm vorbeiziehen und nach einem harten Kampf das Rennen auf dem guten vierten Rang beenden.

Rennbericht von Anna

Für mich hat der Reschenpass im Dreiländereck von Österreich, Südtirol und der Schweiz einen besonderen Stellenwert. Nicht nur die schöne Aussicht auf den Lago di Rèsia und die endlos langen Trails lassen mein Herz höherschlagen, sondern auch die Erinnerungen an mein erstes Enduro-Rennen vor drei Jahren, nach welchem das Enduroabenteuer vom Grassi Enduro Racing Team erst richtig begann…  :-)

Schöne Ausicht von der Reschner Alm aus

Schöne Ausicht von der Reschner Alm aus

 

Um beim diesjährigen 3LänderEnduroRace den Trainingstag am Freitag fahren zu können, fuhr unser Team bereits am Donnerstagabend nach Reschen. Der Trainingstag gestaltete sich sehr angenehm trocken und warm, wobei von den insgesamt neun Stages nur einige davon trainiert werden konnten. Am Abend gab’s dann noch den Prolog, bei welchem Silvan den 2ten und ich den 11ten Rang erreichten. Somit war die Startreihenfolge für den nächsten Tag geregelt und dem kühlen Sprung in den See stand nichts mehr im Weg.  😀

Am Samstag hiess es nach der Piz-Schöneben Gondel erst einmal einige Höhenmeter auf die Reschner Alm zu pedalieren. Auch dieses Jahr durften wir die wuchtige Panzersperre unterhalb des Piz Lad wieder bewundern. Auf der ersten Stage gab es ein längeres Tretstück, was meiner Kondition alles abverlangte, Silvan aber sehr gelegen kam. Danach folgten Wurzelfelder bis zum Abwinken und natürlich auch irgendwann mal das Ziel. 😉  Die restlichen vier Rennstrecken konnten ohne Pannen oder Stürze gemeistert werden und wir liessen den Abend mit einem feinen Pasta-Essen ausklingen.

 

Am Sonntagmorgen riss bei mir die Kette – glücklicherweise noch vor Beginn der ersten Stage und bis auf eine zerborstene Speiche, blieben dies die einzigen Defekte in diesem Rennen! 😀 Zusammenfassend gesagt, gab es an diesem Tag zwei tretlastige Strecken, zwei etwas kürzere weniger ruppige Stages und ein langer Downhill, bei welchem einem danach die Unterarme und Hände schmerzten (nach dem Moto: was dich nicht umbringt macht dich stärker).

In der Gesamtrangierung schaffte es Silvan schlussendlich auf Platz 9 und Anna auf Platz 11. Es bleiben schöne Erinnerungen, stahlharte Unterarme und ein gutes Gefühl für die weiteren Rennen in dieser Saison. Vielen Dank an unsere Gönner und Sponsoren, sowie auch an die viele tollen Fahrer, die wir an diesem Rennen antreffen durften.

 

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Start- und Zielgelände des 3Länder Enduro Race