Die letzten Rennen der Saison waren meist eine nasse Angelegenheit. Umso grösser war meine Vorfreude auf das Schlussrennen der Saison. Der Wetterbericht versprach für einmal gutes Wetter. Wie sollte es auch anders sein in Italien ;).

Es ist schon fast Tradition, dass das achte und letzte Rennen der Enduro World Series in Finale Ligure stattfindet. Das Meer, das köstliche italienische Essen in Kombination mit den hammer Trails und den italienischen Fans machen dieses Rennen für uns Fahrer zu einem ganz speziellen Event.

 

In diesem Jahr standen mehrere neue und einige alte Stages auf dem Programm.

Tag eins startete vom Monte Carmo auf 1400 m.ü.M. Wir mussten an diesem Tag 3 Stages, 1800m Anstieg und 55 km bewältigen. Ganz schön viel für einen Tag. Die erste Stage reichte vom höchsten Punkt des Berges über 8.5 Kilometer bis ins Tal. Ein so lange Stage habe ich bis anhin noch nie gefahren.

Am zweiten Tag waren die vier Wertungsprüfungen rund um Finale angelegt. Das Highlight war wie jedes Jahr die letzte Stage – Downhill Men auch bekannt als italienisches Volksfest Nummer eins :). Darauf freute ich mich ganz besonders.

Leider fühlte ich mich bereits im Training am Donnerst total entkräftet und ich hatte grosse Mühe die Transfers zwischen den Stages zu bewältigen. Mit diesen Voraussetzungen wusste ich, dass ich am Samstag auf der Stage eins meine Kräfte gut einteilen musste. Dies gelang mir zwar gut, jedoch büsste ich dabei auch einiges an Zeit ein.

Obwohl ich am Sonntag bereits zwei Trainingstage und ein Renntag in den Beinen hatte, fühlte ich mich um einiges fitter als in den Tagen zuvor. Deshalb war ich für den letzten Renntag nochmals top motiviert und ich versuchte mein Bestes zu geben. Ich startete gut in die erste Stage des Tages, leider erwischte ich irgendwo auf der Strecke einen Stein welcher meine Felge beschädigte. Wie durch ein Wunder blieb aber die Luft im Reifen. Um das Rennen aber zu beenden, musste ich in den verbleibenden drei Stages bei groben und steinigen Streckenabschnitten extrem sauber fahren. Dies Kostete mich natürlich etwas Zeit.

Deshalb war ich bereits vor dem Start zur letzten Stage, dem Downhill Men, überglücklich es mit meiner gebrochenen Felge bis hier hin geschafft zu haben. Ich glaube alle die in Finale an den Start gehen, freuen sich ganz speziell auf diese letzte Stage. Für alle die diese Stage nicht kennen hier ein paar Fotos. Diese sagen mehr als 1000 Worte.

 

 

Die EWS Finale war auch dieses Jahr eines der besten Rennen. Aber ohne die Unterstützung meiner super Crew wäre dies nicht halb so gut gewesen. Sei dies beim Müesli zubereiten, Nachtessen kochen, Bike putzen oder fanen. Danke auch, dass ihr vor meinem Start alle Leute von der Strecke verscheucht habt ;). Auf diesem Weg möchte ich Nicole, Lorena und Flavio für den Support vor Ort danken und auch Renato welcher mein Bike die ganze Saison immer in einem top Zustand gehalten hatte.

 

Und jetzt geht es in die Trainingspause…aber nicht so lange;).

Rennbericht von Anna

Für das letzte Rennen der Cannondale Enduro Tour fuhr unser Team bereits am Samstagmorgen los – und zwar um im Bikepark Lac Blanc noch eine Runde shredden zu können. 😉

Am Abend erreichten wir dann den Grossen Belchen (FR), von welchem wir am Sonntagmorgen aus das Rennen starteten. Die Temperaturen vom Samstag auf den Sonntag waren bereits sehr kühl, die Nacht verbrachte ich so mit zwei Schlafsäcken, einer Kappe, einem Schal und einer Bettdecke. 😉

Der folgende Morgen war bedeckt und sehr kühl, sodass wir uns vor dem Beginn der ersten Stage zuerst auf der Strasse warmfahren mussten. 950 Höhen- und 1900 Tiefenmeter mussten über 5 Stages absolviert werden. Leider verfing sich Silvan auf der ersten Strecke mit dem Lenker in einer engen Passage und crashte in einen Baum. Die Situation wurde gut überlebt ;-). Die Trails waren teils sehr rutschig, worauf auch mir zweimal kurz das Hinterrad wegrutschte. Als letzte 6ste Strecke gab es dann noch einen kleinen Parcour der im Duel gefahren wurde, aber nicht gewertet wurde.

Höhenprofil des Rennens

Höhenprofil des Rennens

Insgesamt glänzte das Guebwiller-Rennen mit schnellen, flowigen Waldtrails, die einfach riesen Fahrspass machten!!!! Silvan beendete das Rennen mit Rang 11 – in der Gesamtserienwertung mit Rang 8 und ich mit dem Rang 14. Nächstes Jahr gerne wieder! ;D

 

Hier noch ein Viedo über das Rennen der Cannondale Enduro Tour – Guebwiller:

Mit den Rennen in Mervelier und Neuenburg bin doch noch in den Schweizer Enduro Cup (Helveti Cup) eingestiegen. In der Gesamtwertung konnte ich so keine Ambitionen mehr anbringen.

Beide Rennen waren von der Charakteristik sehr ähnlich. Erstens regnete es bei beiden wie aus Kübeln, zweitens waren die Strecken sehr steil und drittens voller technisch anspruchsvollen stellen mit dem geliebten Jurastein:). Für alle nicht Einheimischen, bei nassen Verhältnissen sind diese Passagen extrem rutschig und schwer zu fahren. Ein riesen Spass, nicht? 😉

 

Es lief mir bei beiden Rennen mehr oder weniger gut. In Mervelier vergab ich zwar die letzte Stage und wurde deshalb elfter. Da die Stages aber so extrem schwer zu fahren waren bin ich mit meiner Leistung trotzdem zufrieden. Man glaubt es kaum aber über das ganze Rennen habe ich mich trotz den anspruchsvollen und steilen Stages nur einmal hingelegt.

Hier das Video von Mervelier

 

Das zweite Rennen fand am Neuenburger Hausberg dem Chaumont statt. Wir mussten 6 Stage absolvieren. Auch hier regnete es den ganzen Tag und es war ziemlich kalt. Perfektes Endurowetter :).

Mal abgesehen von einem katastrophalen Start auf der Stage eins kam ich mit den schwierigen Verhältnissen ziemlich gut klar. Bis zur letzten Stage lag ich auf Rang fünf. Stage sechs wurde dann im Jagdstart durchgeführt. Der Fahrer vor mir hatte nur 0.5 Sekunden Vorsprung und hinter mir folgte der nächste mit nur 1 Sekunde Abstand.

Als ich den vor mir fahrenden überholen wollte, kam es wie es kommen musste. Wir berührten uns und gingen beide über den Lenker direkt in die Büsche ;). Der lachende dritte war dann der hintere Fahrer. Im Flachstück unten konnte ich aber wieder an ihm vorbeiziehen und nach einem harten Kampf das Rennen auf dem guten vierten Rang beenden.

Rennbericht von Anna

Für mich hat der Reschenpass im Dreiländereck von Österreich, Südtirol und der Schweiz einen besonderen Stellenwert. Nicht nur die schöne Aussicht auf den Lago di Rèsia und die endlos langen Trails lassen mein Herz höherschlagen, sondern auch die Erinnerungen an mein erstes Enduro-Rennen vor drei Jahren, nach welchem das Enduroabenteuer vom Grassi Enduro Racing Team erst richtig begann…  :-)

Schöne Ausicht von der Reschner Alm aus

Schöne Ausicht von der Reschner Alm aus

 

Um beim diesjährigen 3LänderEnduroRace den Trainingstag am Freitag fahren zu können, fuhr unser Team bereits am Donnerstagabend nach Reschen. Der Trainingstag gestaltete sich sehr angenehm trocken und warm, wobei von den insgesamt neun Stages nur einige davon trainiert werden konnten. Am Abend gab’s dann noch den Prolog, bei welchem Silvan den 2ten und ich den 11ten Rang erreichten. Somit war die Startreihenfolge für den nächsten Tag geregelt und dem kühlen Sprung in den See stand nichts mehr im Weg.  😀

Am Samstag hiess es nach der Piz-Schöneben Gondel erst einmal einige Höhenmeter auf die Reschner Alm zu pedalieren. Auch dieses Jahr durften wir die wuchtige Panzersperre unterhalb des Piz Lad wieder bewundern. Auf der ersten Stage gab es ein längeres Tretstück, was meiner Kondition alles abverlangte, Silvan aber sehr gelegen kam. Danach folgten Wurzelfelder bis zum Abwinken und natürlich auch irgendwann mal das Ziel. 😉  Die restlichen vier Rennstrecken konnten ohne Pannen oder Stürze gemeistert werden und wir liessen den Abend mit einem feinen Pasta-Essen ausklingen.

 

Am Sonntagmorgen riss bei mir die Kette – glücklicherweise noch vor Beginn der ersten Stage und bis auf eine zerborstene Speiche, blieben dies die einzigen Defekte in diesem Rennen! 😀 Zusammenfassend gesagt, gab es an diesem Tag zwei tretlastige Strecken, zwei etwas kürzere weniger ruppige Stages und ein langer Downhill, bei welchem einem danach die Unterarme und Hände schmerzten (nach dem Moto: was dich nicht umbringt macht dich stärker).

In der Gesamtrangierung schaffte es Silvan schlussendlich auf Platz 9 und Anna auf Platz 11. Es bleiben schöne Erinnerungen, stahlharte Unterarme und ein gutes Gefühl für die weiteren Rennen in dieser Saison. Vielen Dank an unsere Gönner und Sponsoren, sowie auch an die viele tollen Fahrer, die wir an diesem Rennen antreffen durften.

 

dle_stromberg2948

Start- und Zielgelände des 3Länder Enduro Race

Rennbericht von Anna

Nach langer Rennabstinenz – auf Grund meiner Masterarbeit an der Uni – sollte das Superenduro-Rennen in La Thuile mein erstes Rennen in dieser Saison werden. Netterweise unterstützte mich Seline Mahrer bei meinem Vorhaben und so machten wir uns am Freitag gemeinsam auf den Weg nach Italien. Der Weg dahin war bereits ein kleines Abenteuer mit Umwegen, die wir eigentlich nicht eingeplant hatten. 😉

Am nächsten Tag fand dann das Training statt. Bald merkte ich, dass sich die rund 3’000 Tiefenmeter wohl doch sehr arg auf meine Hände auswirkten. Zwar war ich vorher immer wieder auf dem Bike gewesen, aber die Rennpraxis und vor allem die langen Abfahrten fehlten mir definitiv…

Drei der vier Tretpassagen konnten bequem mit dem Lift bewältigt werden.

Drei der vier Tretpassagen konnten bequem mit dem Lift bewältigt werden.

Das Wetter zeigte sich von der besten Seite. Die insgesamt vier Stages waren oft sehr staubig und gegen Ende mit sehr steilen verblockten Passagen versehen. Im Vergleich zu anderen Enduro Rennen, war dieses doch sehr downhilllastig, da der Lift in drei von vier Traversen gebraucht werden konnte, die Rennstrecken aber sehr lange waren.

Das Rennen am Sonntag startete ich etwas nervös, denn ich wusste nicht, ob ich die langen Abfahrten durchhalten würde. Die Rennstimmung in Italien ist immer bombastisch und so unterstützten mich die anfeuernden Rufe und Kettensägegeräusche doch sehr. :)

Schlussendlich erreichte ich den 15ten Schlussrang, wobei definitiv noch Luft nach vorne bleibt. 😉 Doch für’s Erste durfte ich eine tolle Rennstimmung, nette Leute und motivierende Eindrücke erleben. Ein grosses Dankeschön an meine Renngspändli für die tolle Zeit und natürlich auch vielen Dank Seline für deine tolle Untersützung!^^

EWS Millau – 30. Juni bis 01. Juli 2017

Mein drittes Rennen der Enduro World Series führte mich nach Südfrankreich. Genauer genommen nach Millau – einer kleinen Stadt mit etwa 20’000 Einwohnern, welche vor allem für ihre grosse Autobahnbrücke bekannt ist. Nebst dem Endurorennen fanden auf dem Startgelände noch viel andere Sportarten wie zum Beispiel Klettern, Kajak und Slackline im Rahmen der „Natural Games“ statt. Leider blieb mir neben meinen eigenen Rennvorbereitungen nur wenig Zeit dafür.

Kurz vor dem Rennen bekam ich meinen neuen Trek Slash 29 Rahmen und freute mich deshalb zusätzlich riesig auf das Rennen. Ein grosses Danke an meinen Team Mechaniker Renato, welcher mein Bike zur früher Morgenstunde vor dem Race noch ready gemacht hat.

Mit Magendarmproblemen musste ich nach Millau reisen und war mir anfänglich nicht sicher, ob ich das Rennen würde fahren können. Doch bis zum Renntag fühlte ich mich aber genug fit, um starten zu können. Wie auch schon bei den diesjährigen vergangenen Weltcups, regnete es auch in Millau bereits im Training und auch während den zwei folgenden Renntagen verbesserte sich das Wetter nicht.

Insgesamt standen neun Wertungsprüfungen an, verteilt auf zwei Tage. In dieser Zeit mussten wir eine Strecke von 90 Kilometer mit etwa 3000 Meter Anstieg zurücklegen. Durch die nassen Bedingungen wurden die steinigen, wurzligen Stages zu keiner leichten Aufgabe. Vor allem die immer wechselnden Wetterbedingungen, wurden für viele Fahrer und Fahrerinnen zu einer mentalen Herausforderung. Ich versuchte die schlechten Wetterbedingungen zu ignorieren und ein gutes, konstantes Rennen zu absolvieren.

Am ersten Tag gelang mir über die fünf Stages eine solide Leistung, obwohl auf einer oder zwei Stages noch ein etwas aggressiverer Fahrstil von Vorteil gewesen wäre. Aber über den ganzen Tag verteilt, war ich mit meiner Leistung zufrieden. Schlussendlich beendete ich den Tag mit dem 93igsten Zwischenang. Somit sah es für meine ersten Weltcuppunkte gut aus.

Wer aber den Enduro-Rennsport kennt, weiss, dass sich während einem Renntag noch so Vieles ändern kann. Am Samstag, dem finalen Renntag, starteten wir bei kühlen 13 Grad und Regen in unsere ersten Stages. Diese dauerten meistens ungefähr zwischen sechs und sieben Minuten, in denen es längere Tretpassagen, aber auch extrem technische Steinfelder gab. Es gelang mir den Tag mit nur einem ungefährlichen Sturz zu absolvieren. Auf Stage 6, erreichte ich mein bestes Resultat mit dem 79igsten Rang. Am Ende reichte es für den 86ten Schlussrang, welcher mir meine ersten Weltcuppunkte einbrachte! J Dies ist mein bisher bestes EWS Resultat und ich bin super zufrieden damit. Es war für mich zwar eines meiner härtesten, aber auch – und vielleicht gerade deshalb – eines der besten Rennen.

Ohne meine „Super-Crew“ wäre dies nicht möglich gewesen. Deshalb ein Danke an Anna, Kusi und Luca für den Racesupport. Und auch ein Merci an Fabio, Daniela und Niklaus, welche mit mir das Rennen bestritten haben.

Resultate

Wie schon letztes Jahr lud François Bailly-Maitre zum Enduro Jura ein. Eines meiner Lieblingsrennen. Im Gegensatz zum letzten Jahr hatten wir zwei wunderschöne Renntag mit besten Trails im französischen Jura nahe der Schweizergrenze.Leider hatte ich zwei Platten und deshalb war ein top Resultat nicht möglich. Dennoch  hat es super Spass gemacht.

 

Das dritte Rennen der Cannondale Enduro Tour (CET) fand in Mulbach sur Bruche statt. Ich konnte mich im Vergleich zum letzten CET klar steigern und zeigte ein gutes Rennen. Am Schluss beendete ich das Rennen auf dem 15 Rang nur 10 Sekunden hinter dem 11.

 

 

Nur zwei Wochen nach Madeira ging es schon wieder weiter mit der nächsten Enduro World Series Rennen. Dieses Mal führte die Reise nach Irland, genauer genommen nach Wicklow, etwa eine Stunde südlich von Dublin.

Nicht wie bei anderen EWS, fand das Rennen nur über einen Tag statt. Dafür mussten wir aber sechs Mal den Carrick Mountain bezwingen. Nach den verpatzten Rennen in Madeira war mein Hauptziel das Rennen dieses Mal zu beenden.

Am erste Trainingstag wurden wir mit Sonnenschein und besten Bikebedingungen verwöhnt. Eher ungewöhnlich für Irland. Der zweite Trainingstag brachte uns aber schlagartig wieder zurück in die Realität der irischen Wetterbedingungen. Es regnete mehr oder weniger den ganzen Tag. Trotzdem wollte ich die drei Stages einmal abfahren. Es hatte einige technisch, sehr anspruchsvolle Streckenabschnitte. Mit dem Regen wurden diese nicht einfacher…

Am Renntag regnete es zwar nicht mehr aber die Strecken hatten sich total verändert. Der irische Waldboden verwandelte sich in eine riesige Schlammschlacht. Damit waren die Bedingungen auch beim vierten Rennen der Enduro World Series gleich wie bei den ersten drei. Regen dominiert die diesjährige EWS – auch bekannt unter dem Namen Enduro Wet Series.

Ich hatte etwas Mühe mit diesen Verhältnissen und fand meinen Racespeed nicht ganz. Verunsichert durch die schlammigen und rutschigen Verhältnisse, stand ich zu oft auf der Bremse. Mein Hauptziel das Rennen defektfrei zu beenden erreichte ich jedoch und mit dem 113 Schlussrang kann ich durchaus zufrieden sein. Es fehlt nicht mehr viel für die Top100.

Mit den crazy irischen Fans wurde aber das Resultat sowieso nebensächlich. Die verkleideten sich, machten Musik, hielten Schilder mit Sprüchen hoch und vor allem machten sie extrem viel Lärm. Für uns Fahrer eine usergewöhnliche Athmosphäre und deshalb eines der besten Rennen des Weltcups.

 

Dieses Jahr entschied ich mich an allen vier Europarennen der Enduro World Series teilzunehmen. Als ich die Zusage für diese Rennen erhielt, freute ich mich riesig. Nach den ersten zwei Austragungen in Neuseeland und Tasmanien startete die Weltcupsaison für mich mit dem Rennen auf Madeira. In Madeira an den Start gehen zu dürfen, war eines meiner Saisonziele und ein Traum ging damit in Erfüllung.

Die Insel

Madeira liegt 900 km südlich von Porto im Atlantischen Ozean und gehört zu Portugal. Die Insel misst lediglich 60 auf 20 Kilometer und ist durch einen Vulkan entstanden. Der höchste Punkt ragt bis auf 1862 m ü.M.

Die Insel ist vor allem als Wanderparadies und Blumeninsel bekannt. In den letzten Jahren machte sich Madeira aber auch einen Namen als top Bikedestination. Die frühlingshaften bis sommerlichen Temperaturen über das ganze Jahr bieten dafür optimale Bedingungen.

 

The Madeira Race-Crew

Crew

 

 

 

Das Rennen

250 Fahrer, 2 Tage Rennen, Total 95 Kilometer, 2500 Up, 4800 Down – Diese Fakten sagen schon einiges über das Rennen. Es fand in der Region um Pico do Arieiro in der Nähe der Hauptstadt Funchal statt. In dieser Gegend findet man aber auch nebst den EWS Stages viel weitere super Singletrails.

Renn Profil

Bereits im Training stand fest, dies wird ein sehr anspruchsvolles Rennen werden. Am ersten Trainings Tag regnete es ziemlich viel und die Stages waren teils sehr schwer zu fahren.

IMG_2082

Vor und nach der Stage 1

Bei diesen Verhältnissen war es vor allem die Stage 3 die uns etwas zu denken gab. Zweidrittel der Stage führte über einen 1.5 Meter breiten, mit lauter nassen abgerundeten und grosse Steinen druchsähten Trail – nicht einfach da eine gute Linie zu finden und auf dem Bike zu bleiben. Am zweiten Trainingstag besserte das Wetter etwas. Die Trails waren aber immer noch extrem nass. Stage 5 und 6 waren genau nach meinem Geschmack. Super schnelle Singletrails mit kurze Tretpassagen. Aber das Highlight erwartete uns auf dem Schlussstück der dritten Stage. Die letzten 500 Meter führte durch einen mit Wurzeln nur so durchzogenen Waldabschnitt. Die Linienwahl entschied hier stark, ob man ohne Sturz und defekt ins Ziel kam. Wir schauten uns die ganze Stage zweimal an und nach zwei Crashs hatte ich meine Linie zusammen.

 

 

Raceday 1

Trotz Nervosität vor dem ersten Start freute ich mich riesig, dass es nun losging. Die erste Stage war auch gleich die längste des Tages und wir mussten extrem viel treten. Ich beendete Sie auf dem guten 81. Platz . Auf der Stage zwei kam ich nach einem super Lauf einmal von der Strecke ab und musste über den Lenker absteigen. Das wäre nicht so schlimm gewesen, leider verklemmte sich dabei aber meine Kette und ich verlor 2-3 Minuten bis ich wieder weiterfahren konnte. Somit war das Rennen für mich bereits gelaufen. Vor der nächsten Stage hatte ich grossen Respekt, deshalb wollte ich diese etwas zurückhaltender fahren. Trotzdem stürzte ich zweimal und mein Selbstvertrauen war damit auch verschwunden. Bis zur Stage 4 konnte ich mich aber wieder sammeln und ich beendete den Tag mit einer schnellen Stage.

 

Raceday 2

Der zweite Tag stand für mich unter dem Moto: Race fast, but smart and have fun. Dies gelang mir auch sehr gut. Nach zwei guten Stages brach mir aber leider eine Schraube an meinem Dämpfer. Es war somit unmöglich das Rennen zu beenden. Des einen Leid, des andern Glückes. Jonas Bähler brach sich auf der Stage 6 sein Pedal. Nach der Stage 7 konnte ich ihm mein Pedal geben und er konnte sein Rennen auf dem hervorragenden 77 Rang beenden. Immer hin 1/3 unseres Teams schaffte es ins Ziel – Natürlich nur dank meinen super HT Pedalen;).

Schade, dass ich das Rennen frühzeitig beenden musste. Dafür hatte ich nun mal die Möglichkeit einem Rennen als Zuschauer beizuwohnen. Dies war auch eine interessante Erfahrung. Am eindrücklichsten fand ich die Linienwahl der Topfahrer im Wurzelstück der Stage 7. Diese Stage forderte bei vielen Stürze und Defekte.

Resultate

West-Madeira Trails – Ponta do Pargo

Nach dem ich mein Bike reparieren konnte, nutzten wir den verbleibenden Tag auf Madeira um einen weiteren Teil der Insel auf dem Bike zu erkunden. Wir begaben uns in den Westen der Insel, in die Region um Ponta do Pargo. Die Trails waren sehr abwechslungsreich. oben ging es über Wiesen, ähnlich wie bei uns in den Alpen. Weiter durchquerten wir grosse Teile des vom Waldbrand zerstörten Waldes. Gefolgt von jungelartigen Wäldern mit super schnellen, flowigen Trails und als Leckerbissen zum Schluss endete unsere Tour beim Leuchtturm Ponta do Pargo oberhalb der Meeresklippen. Die Trails waren super spassig zu fahren und die Locals haben auf einem sogar kleine Sprünge und Anlieger gebaut. Meist sind es aber erstklassige natürliche Singletrails. Eindrücklich ist vor allem die sich immer ändernde Landschaft. Aber seht doch selber auf den Bildern. (Fotos Balz Weber)

 

 

Nach einer längeren Rennpause wegen der Uni konnte Anna nun wieder am ersten Bike Cup vom Bike Club Olten teilnehmen. Aller Anfang ist bekanntlich schwer und so auch dieser, doch kam das Renngefühl trotz kleinerem Sturz und Verfahren wieder zurück. Gestern fand 2te Cup in Neuendorf statt und das Grassi Enduro Racing Team war auch da mit von der Partie. Silvan startet mit der schnellen Gruppe 2 Minuten nach dem Feld. Leider reichte es nicht ganz um alle Fahrer bis ins Ziel aufzuholen. Gratulation an den Sieger Fabian Burger.